Jeder Ort braucht einen CSD!

Wir finden: Es gibt noch zu viele Orte ohne CSD. Also haben wir How To CSD gegründet, eine unkommerzielle Initiative für mehr kleine CSDs.

Wir wollen CSDs in kleinen Orten und ländlichen Regionen ins Rollen bringen und unterstützen. Alle, die Lust haben, einen CSD zu organisieren, können sich an uns wenden. Egal ob neu gegründete Gruppe, Verein oder Einzelperson mit einer Idee – ihr könnt euch bei uns Rat holen.

In jedem Ort gibt es queere Menschen. Ja, wirklich in jedem. Auch wenn es so wirken kann, als würde queeres Leben nur in Großstädten stattfinden, das stimmt nicht. Queere Menschen leben überall.

CSDs können wirklich viel leisten! Euer CSD ist vielleicht der einzige(!) Ort, an dem die lokale queere Community zusammenkommen kann. Er bringt Queerness in den Ort. Er macht sichtbar, dass es uns auch hier gibt.
Und CSDs können Brücken bauen zu Menschen, die noch nie Kontakt mit Queerness hatten.
Und (sehr wichtig): CSDs sind ein Anlass zu feiern. Weil manchmal dürfen und müssen wir uns einfach feiern.

Deshalb: Wenn es in deinem Ort noch keinen CSD gibt, dann organisierst du 🫵 einen. Warum du? Weil es ja scheinbar niemand sonst macht, und irgendwer muss es machen. Plus, es macht extrem viel Spaß!

Die wichtigsten Infos

  1. Ihr ganz vielleicht eventuell einen CSD organisieren wollt.

    Oder ihr ganz sicher definitv einen CSD organisieren wollt.

  2. Ihr keine Ahnung habt, wie das geht.

    Oder ihr sehr viel Plan habt, wie das geht, aber bei einer Stelle ein bisschen Rat brauchen könnt.

    Oder irgendwas dazwischen.

Ihr schreibt uns über das Kontaktformular an. Wir reden mal (oder schreiben, wenn euch das lieber ist) darüber, was eure Bedarfe sind.
Wir können:

  • Euch einen Leitfaden schicken und das reicht euch
  • Über den ganzen Orga-Prozess in engem Kontakt bleiben und alle Fragen beantworten
  • Euch zu einem spezifischen Problem beraten
  • Wenn ihr im Großraum München seid: Euch bei Kooperationsgesprächen begleiten
  • und noch mehr

Im Zweifelsfall, schreibt uns einfach!

Erstens: Rechtssichere Beratung.

Zweitens: Ihr erhaltet Drohungen oder Anfeindungen von Rechtsextremen oder eine Gegendemo wurde angekündigt? How To CSD ist „nur“ ein ehrenamtliches Angebot einiger engagierter Menschen. Wir können euch zwar Ratschläge auf Basis unserer Erfahrung anbieten, können aber die Bedrohungslage nicht ausreichend einschätzen. Mit solchen Anliegen könnt ihr euch zum Beispiel an eine Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus oder vergleichbare Anlaufstellen wenden.
Gegebenenfalls in solchen Fällen auch hilfreich: Der Regenbogenschutzfond der Amadeu Antonio Stiftung.


Warum braucht jeder Ort einen CSD? – 3 Gründe.

1. Community

Außerhalb großer Städte gibt es zu wenig Räume explizit für queere Menschen – zur gegenseitigen Unterstützung oder einfach, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Aber: Gerade in kleinen Gemeinden brauchen wir solche Orte dringend. Allein um zu wissen, wer in der Umgebung noch queer ist.
Das ist das wichtigste, das kleine CSDs schaffen: Lokale queere Menschen begegnen einander und erkennen: Ich bin nicht allein hier. Und daraus kann mehr entstehen – Projekte, Gruppen, Freundschaften, und lokales queeres Leben wächst. Gemeinschaft ist nicht selbstverständlich – jemand muss sie aufbauen.

Ohne queere Räume keine queere Gemeinschaft.

2. Sichtbarkeit

Queere Sichtbarkeit ist wichtig – und in kleinen Städten sind queere Menschen häufig unsichtbar. Wir müssen die Gemeinden daran erinnern, dass es in ihrer Mitte queeres Leben gibt. Sichtbarkeit bedeutet, gehört zu werden und lässt Vorurteile bröckeln. Queeres Leben ist kein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft, solange queere Sichtbarkeit nicht auch selbstverständlich ist.

Wir müssen zeigen, dass Queerness in jedem Ort lebt.

3. Resilienz

Queeres Leben steht zunehmend unter Druck, besonders in kleineren Städten und ländlichen Regionen. Queerfeindlichkeit nimmt zu, Störungen auf CSDs auch, oft aus dem rechtsextremen Spektrum. Wir müssen uns zusammenschließen, füreinander einstehen und uns nicht zurückziehen. Queere Rechte mussten erkämpft werden und müssen jetzt von uns verteidigt werden. In jeder Gemeinde braucht es Menschen, die dem etwas entgegensetzen: Wir gehen nicht weg. Wir lassen uns nicht unterkriegen. CSDs waren schon immer politisch.

Wir halten zusammen und wir halten dagegen.

Überzeugt? Dann schreib uns!